Wie ihr euch vor der Abzocke im Internet und Handy schützen könnt!

"Jemand liebt dich", heißt die verlockende SMS-Botschaft. Das macht neugierig!. Wenn ihr nun den heimlichen Verehrer kennen lernen wollt und die Nummer auf dem Display wählt, bekommt ihr zwar eine saftige Telefonrechnung, aber die große Liebe ... ?

Über Handy und Internet nehmen Abzocker ahnungslose Jugendliche aus. Viele Hausaufgaben oder Referate lassen sich mittlerweile einfach aus dem Netz ziehen. Das ist besonders cool (für faule Schüler): Aber Achtung: Das kann verdammt teuer werden! Denn auf diesen Websites lauern oft Programme, die teure Telefonverbindungen herstellen.

Die Stiftung Warentest warnt vor Fallen speziell für Kinder und Jugendliche und gibt Tipps, um sich dagegen zu wehren.

1. Die Internet-Abzocke

Textfeld:     Wenn ihr bei der Suchmaschine "Google" z. B. das Wort "Hausaufgaben" eingebt, trefft ihr schnell auf Seiten wie "hausaufgaben.de" oder "referate.org". Ein Klick und ein Fenster öffnet sich. Um an die Hausaufgaben zu kommen, müsst ihr nur "OK" drücken. Wer liest schon die Anbieterinformationen? Die Überraschung kommt mit der Telefonrechnung: Der stolze Preis für die Mathematik-Hausaufgaben: 29.95 €

Wenn sich auf einer Homepage ein Fenster öffnet:

Ø Schließt das Fenster!

Ø Tippt auf keinen Fall „OK“ ein.

Ø Brecht sofort die Verbindung ab, wenn irgendwo                                       auf dem Bildschirm der Hinweis steht, dass sich der Computer gerade mit einer neuen Nummer einwählt.

 

 
Pfeil nach rechts: Tipp
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


2. Der unbekannte Anrufer

 

Wer verpasst schon gerne einen Anruf? Es könnte ja eine Einladung zu einer Party sein. Also rufen viele schnell zurück. Ein Tastendruck auf „nicht angenommene Anrufe“ genügt. Doch Vorsicht! Hotline-Anbieter rufen irgendwelche Handynummern an und legen nach dem ersten Klingeln wieder auf. Beim Rückruf versuchen sie dann, die Ahnungslosen möglichst lange am Handy zu halten. Die Nummer ist meist eine teure 0190-Servicenummer. Dann kostet der Rückruf schon mal über zwei Euro pro Minute.

 

ØRuft unbekannte Nummern nicht zurück!

Auch wenn die verräterischen 0190-, 0137-, oder                0900-Vorwahlen fehlen, aknn es eine teure Verbindung sein!

 
Pfeil nach rechts: Tipp
 

 

 

 

 

 


                                                                                                                       

 

                                                                                                          

 

 

 

 

3. Der SMS-Flirt

 

Eine ähnlich üble Masche: Das Versenden von SMS, die als Flirt-Nachricht getarnt sind. Der Empfänger bekommt Fragen geschickt wie „Warum meldest du dich nicht meht – hast du mich etwa vergessen?“ . Sendet ihr nun eine SMS zurück, verwickeln euch die Hotline-Anbieter in einen SMS-Flirt, indem immer weitere Fragen gestellt werden. Ein 13-jähriges Mädchen tauschte über neun Tage SMS mit einem fiktiven Dennis aus. Kosten: 487,35 € !

 
                                                                                                                            

 

 

Ø      Antwortet nicht auf eine unbekannte SMS!

Ø      Lasst euch nicht mit Unbekannten auf Flirts per SMS oder Gespräche ein, wenn euch der Andere auffordert, zurückzurufen!

 
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            Weitere Infos: http://www.stiftung-warentest.de/

Textfeld: Tipps, wie Eltern mit dem Spiele-Konsum der Kinder und  Jugendlichen umgehen und sie vor negativen Auswirkungen von Killerspielen schützen können.

·	Vermitteln Sie Ihren Kindern, dass der Computer nicht nur Spielzeug, sondern Kommunikations- und Arbeitsgerät ist. Ermuntern Sie, an entsprechenden Kursen teilzunehmen (z.B. Informatik) und Lernprogramme zu nutzen. 
·	Lassen Sie Ihre Kinder nicht allein Computerspiele kaufen. Gehen Sie mit und geben Sie Ratschläge. Schauen Sie sich geschenkte oder geliehene Spiele an. Wünschen sich Kinder eine CD-ROM, weil Freunde sie haben, dann leihen Sie sich das Programm erst aus und testen Sie es zusammen. Schauen Sie sich die Altersbegrenzungen auf den Spielen an.
Ego-Shooter etwa dürfen nur Erwachsene kaufen und spielen. 
·	Eltern sollten sich stets auf dem Laufenden halten. Spielen Sie mit und begründen Sie, wenn ein Spiel für Sie untragbar wird. Reden Sie mit Ihren Kindern. Das hemmt die aggressionsfördernde Wirkung der Spiele. Begründen Sie, wenn Sie Spiele verbieten. 
·	Geben Sie Zeiten vor, z.B. am Tag darf etwa eine halbe oder eine Stunde gespielt werden, am Wochenende vielleicht etwas länger, dafür gibt es unter der Woche computerfreie Tage.
Oder halten Sie die Woche frei, dafür sind am Wochenende zwei bis drei Stunden am Bildschirm erlaubt.
·	Legen Sie Tageszeiten fest. Entspannung zwischen Schule und Hausaufgaben ist das Computerspiel nicht.
·	Stellen Sie den Computer nicht ins Kinderzimmer. Besser ist dafür ein „öffentlicher Platz“, z.B. ein geräumiger Flur. So behalten Eltern die Kontrolle und Kinder lernen Rücksicht zu nehmen. 
·	Medien-Erziehung sollte früh beginnen. Aber auch bei Jugendlichen sollten Sie sich einmischen. Reden Sie mit Ihnen über Ihre Erfahrungen, versuchen Sie zu verstehen, warum die Baller-Spiele sie locken. 

Internetadressen:

Þ	www.jugendschutz.net:	Infos über Filtersoftware und eine Internet-Beschwerdestelle.
Þ	www.webwasher.de:	Filter gegen Internetwerbung.
Þ	www.usk.de:		Seite der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle, die 
				Computerspiele bewertet und altersmäßig einstuft.
Þ	www.dji.de/www-kinderseiten:	Deutsches Jugendinstitut über Kinderseiten im Internet.